Bienen-AG

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Bienenhaltung am Wüllenweber-Gymnasium

Am Schulbienenstand – Februar 2019

Im Februar zehren die Bienen noch immer von ihren Wintervorräten in den Futterwaben. Es ist ihnen noch unmöglich, sich aus der Natur zu versorgen. Die stärksten Völker benötigen in der jetzigen Zeit am meisten Futter – oft mehr als 1kg pro Woche! Mit diesem Futter wird vor allem bereits jetzt die Brut für die kommende Arbeitssaison aufgezogen. Bei entsprechender Witterung starten die Bienen ihren sogenannten Reinigungsflug. Man kann dann zeitweise regen Flugbetrieb in der Nähe der Beuten festellen, meist bei Mittagstemperaturen ab +10°C. Im Nachhinein kann man vielfältige Kotspuren im nahen Umfeld der Bienenbehausung entdecken. Vor dem zu erwartenden Reinigungsflug müssen die Fluglöcher bei Bedarf von toten Bienen befreit werden. Zudem sollte das Bodenbrett gereinigt werden.Eine Durchsicht unserer Schulvölker hat schon jetzt ergeben, dass ein Volk den Winter leider nicht überstanden hat (Volk Nr.3). Die überzähligen Futterwaben – auf denen keine Hinweise auf eine Erkrankung zu erkennen sind – hat das erste Volk erhalten. Vermutlich ist das Absterben die Folge eines Königinnenverlustes im Spätsommer oder im Herbst.Die Beute muss nun sorgfältig gereinigt und für einen erneuten Besatz – vermutlich über Ablegerbildung – vorbereitet werden.Bei dem Volk mit der Nr.1 muss unter Umständen der Bienensitz im Volk überprüft und je nach Bedarf angepasst werden.

Das Korbvolk lassen wir noch vollkommen in Ruhe – generell sollten die Bienen momentan noch möglichst wenigen Störungen ausgesetzt werden.

Sommer 2018- Die ersten Schritte zur Einrichtung einer Schulimkerei sind getan

Der Verlust der biologischen Vielfalt, besonders auch bei den Insekten, ist aktuell eines der dominierenden Themen im Natur- und Artenschutz. Besonders in das Blickfeld einer breiten Öffentlichkeit ist dabei die intensive Landwirtschaft geraten, durch die viele Lebensräume für Insekten und andere Tiere und Pflanzen verlorengegangen sind. Weniger ausgeprägt ist das Bewusstsein dafür, dass z.B. auch Gartenbesitzer wichtige Beiträge zum Artenschutz leisten können. Letztlich ist das Engagement jedes einzelnen von Bedeutung.

Eine notwendige Basis für ein diesbezügliches Engagement ist ein Verständnis für die entsprechenden ökologischen Zusammenhänge. Ein solches soll die Bienenhaltung am WWG fördern. Die Honigbiene ist nämlich wie kaum ein anderes Insekt sonst geeignet, im schulischen Kontext Einblicke in ökologische Zusammenhänge zu vermitteln:

Sie gilt als wichtigste Bestäuberin, zeigt einen faszinierenden Staatsaufbau, lässt sich problemlos halten, ist friedlich, reagiert sensibel auf Umwelteinflüsse, ist direkt oder indirekt mit verschiedenen ökologischen Themen verbunden und produziert – sozusagen als motivierende Dreingabe – auch noch Honig.

Der Aufstellungsort unseres Schulbienenstandes befindet sich im hinteren Innenhof, dem Bienengarten. Auf diese Weise ist eine angstfreie Beobachtung der Bienen durch die großen Glasscheiben gewährleistet. Abfliegen werden die Bienen über das angrenzende Flachdach, so dass kein direkter Kontakt erfolgen wird. Anders als z.B. Wespen interessieren sich Bienen übrigens nicht für Pausenbrote, Limonaden o.Ä. Besiedelt wurden unsere Bienenbeuten mit Naturschwärmen, die sich nun zu drei Völkern entwickeln sollen.

Der aufgestellte Bienenkorb (ein Lüneburger Stülper) ist etwa so alt wie unsere Schule. Er veranschaulicht eine traditionelle Art der Bienenhaltung und dient bei uns eher weniger der Honiggewinnung. Die beiden Großraumbeuten ermöglichen eine wesensgemäße Bienenhaltung mit Honigproduktion.

Interessierte SchülerInnen können als Mitglieder der neu gegründeten Imkerei-AG intensive Einblicke gewinnen. Einzelheiten sind mit Herrn Dr. Höfig abzusprechen.