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„Sommeruni – Was ist das?“ Genau diese Frage haben wir uns gestellt als Frau Treiber uns das Programm der Sommeruni Wuppertal vorgestellt hat. Doch nach ein paar Informationen, die wir dem Flyer entnommen haben, merkten wir schnell, dass es doch etwas für uns sein könnte.
„Doch worum geht es jetzt genau bei der Sommeruni?“

Die Sommeruni ist extra für junge Frauen bzw. Schülerinnen ins Leben gerufen worden um vor allem die MINT-Berufe für Frauen attraktiver zu machen. Alle Schülerinnen ab Jahrgangsstufe 10 können somit teilnehmen. Die Sommeruni geht eine Woche lang und jeder kann sich seinen Stundenplan individuell zusammenstellen, je nachdem für welche Studienfächer/Veranstaltungen man sich interessiert. Der Vorteil der Sommeruni in Wuppertal ist, dass sie während des laufenden Semesters stattfindet. Man hat also mehr als genug Möglichkeiten in den Studentenalltag reinzuschnuppern. Die verschiedenen Veranstaltungen haben wir zuvor online ausgewählt und uns ggf. auf Wartelisten schreiben lassen da einige Veranstaltungen sehr schnell ausgebucht waren. Nach Anmeldeschluss haben wir dann den endgültigen Stundenplan erhalten.
Doch nun zu unseren persönlichen Erfahrungen. Da man Wuppertal mit Bus und Bahn nicht so einfach erreichen kann haben wir uns ein Zimmer in der Jugendherberge gebucht.
Nachdem wir Montag morgen an der Uni in Wuppertal angekommen sind haben wir uns erst einmal angemeldet. Bereits dabei hat man gemerkt wie viel Mühe sich das Team der Sommeruni gegeben hat um die Woche für uns Schülerinnen perfekt zu machen. Nach einer Begrüßungsveranstaltung und einer anschließenden Campusführung durch die Tutorinnen (Studenten, die die Sommeruni mitorganisiert haben) ging es für einige Schülerinnen schon mit der ersten Vorlesung los. Ich (Alina) interessiere mich hauptsächlich für Architektur und habe mir dementsprechend Vorlesungen und Veranstaltungen in diesem Bereich rausgesucht. Tabeah interessiert sich für den Bereich Design. Aber auch farbenfrohe Experimente im Chemielabor, der MINT-Parcour oder verschiedene Veranstaltungen vom Hochschulsport waren sehr interessant und wir konnten viele neue Erfahrungen machen. Teilweise konnte man bei Vorlesungen nicht alles verstehen da die Studenten schon im 2. Semester waren. Aber allein der Ablauf einer Vorlesung unterscheidet sich von dem Schulunterricht und es war somit trotzdem nicht langweilig. Meistens haben die Professoren sogar extra für die Sommeruni ein neues Thema angefangen oder ihr Programm speziell auf die Sommerunischüler zugeschnitten haben. Zwischen den Veranstaltungen hatten wir immer mal ein bisschen Freizeit sodass man auch die Mensa oder die anderen Bereiche der Uni erkunden konnte. Teilweise mussten wir den Campus zwischendurch wechseln, sodass ein paar freie Minuten sehr hilfreich waren. Von Montag bis Donnerstag fanden die ganzen Vorlesungen, Experimente, usw. statt. Am Freitag gab es dann noch ein vielfältiges Angebot an Exkursionen in verschiedene Betriebe wie z.B. Knipex, Ford, Bayer AG usw.
Während der gesamten Zeit stand uns das Team der Sommeruni für Fragen immer zur Verfügung und auch Probleme wie z.B. „Der Bus kommt nicht, ich komme zu spät.“ konnten gelöst werden und alle waren sehr verständnisvoll. Außerdem haben wir in der Woche viele neue Leute kennengelernt, die sich ebenfalls für MINT-Studienfächer interessieren.
Die Uni im allgemeinen hat uns sehr überzeugt. Es gibt neben den vielen Studienmöglichkeiten auch viele andere Angebote für Studenten. Zum Beispiel die große Mensa und mehrere Kiosks bieten gutes Essen für wenig Geld an damit man es sich als Student leisten kann. Außerhalb der Lerneinheiten kann man seine freie Zeit aber auch im Uni eigenen Fitnessstudio, dem Kino, dem Hängemattenpark oder  vielen anderen Bereichen, verbringen. Abschließend kann man sagen, dass es eine unvergessliche Woche war. Wir konnte viel ausprobieren, zuhören, nachfragen und Erfahrung sammeln wodurch sich unsere Interessen gefestigt haben. Wir können die Sommeruni für Schülerinnen, die sich schon relativ sicher sind in welche Richtung sie gehen möchten, aber auch für Schülerinnen, die sich noch sehr unsicher sind, nur empfehlen. Informiert euch auch gerne auf der Internetseite der Uni in Wuppertal.

von Alina Senft und Tabeah Janzen, Q1